Pressespiegel 2011

Museum und/oder Konzerthaus? Kulturförderer schreiben an OB

PASSAUER NEUE PRESSE, 27.07.2011, Jörg Klotzek

Was jetzt? Ein Museum auf der Konzerthauswiese? Und was ist dran an der Meldung, wonach ein Konzertsaal mit 1000 Plätzen integriert sein könnte? Diese und viele weitere Fragen bewegen die Unterstützer der Konzerthaus-Idee noch viel mehr als ohnehin schon, nachdem die Bewerbung der Stadt für ein Landesmuseum publik wurde.

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Sorgen ums Konzerthaus machen sich Matthias Koopmann...

In einem zweiseitigen Schreiben begehren nun Matthias Koopmann, Vorsitzender der Bürgerinitiative Konzerthaus Passau, und Jürgen Karl, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Europäisches Haus − Konzerthaus Passau, Aufklärung, was genau die Stadt auf der ihrer Meinung nach „für das Konzerthaus reservierten“ Fläche in der Neuen Mitte vorhabe.

Zusätzlich zu dem Schreiben, das der PNP vorliegt, hat Stadtrat Koopmann (Passauer Liste) sein Anliegen am Montagabend im Plenum vorgetragen. Dabei entpuppte sich die Meldung über einen Saal mit 1000 Plätzen als falsch. „Im Konzept ist von 1000 Quadratmeter die Rede“, erläuterte Kulturreferent Dr. Max Brunner, der die Bewerbung für das Landesmuseum der modernen bayerischen Geschichte innerhalb von sieben Wochen erstellt hatte. Beim Ausplaudern der kurz vor Fristende − nach Meinung vieler Stadträte sei dies viel zu spät gewesen − bekanntgegebenen Bewerbungspläne, sei wohl einem Stadtrat ein Übermittlungsfehler passiert, sagte Dupper. „So ist das eben in diesem Hause.“

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... und Jürgen Karl angesichts der Museums-Bewerbung der Stadt.

Gleichzeitig bat der Oberbürgermeister die Stadträte um Geduld. Es sei jetzt nicht die Zeit, Fragen über die räumliche Ausgestaltung eines möglichen Landesmuseums zu erörtern. Ob Passau zum Zuge komme, entscheide der Freistaat nach seinen Museums-Kriterien und wohl auch nach regionalpolitischen Aspekten. Die Neue Mitte sei ein optimaler Standort, wiederholte Dupper die Argumente, die für die Brache im Klostergarten sprächen. Ein solches Museum an der Stelle der Nibelungenhalle, das hätte Qualität.

Matthias Koopmann und Jürgen Karl denken jedoch weiter. Steht die Stadt trotz der Museumspläne zu ihrer Absicht, im Zentrum ein Konzerthaus zu platzieren?, fragen sie in ihrem Schreiben. Und: „Was ist, wenn die Stadt das Museum nicht erhält? Gilt dann bezüglich der Konzerthauswiese wieder der vormalige status quo?“